Nephrologisch-rheumatologisches Labor, Autoimmundiagnostik

Die Untersuchungen des nephrologischen Laborbereichs zielen in erster Linie auf Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege. Sie dienen der primären Diagnosestellung und der Verlaufsbeurteilung einschließlich der Einschätzung der Wirksamkeit eingesetzter Behandlungsverfahren. Geklärt werden soll das Vorliegen von Harnwegsinfekten, akuten oder chronischen Nierenerkrankungen, Nieren- oder Blasentumoren, die Unterscheidung nach glomerulären und tubulären Proteinurien u.v.m. Daneben erfolgen Untersuchungen nephrologisch unauffälliger Patienten, etwa zur Beurteilung der glomerulären Nierenfunktion vor Gabe potenziell toxischer, nierengängiger Medikamente.

Zahlenmäßig im Vordergrund stehen Untersuchungen zu Proteinurie, Mikroalbuminurie, Osmolalität, Blutgasanalysen sowie Urinstatus und -sediment.

Mehrere Teströhrchen mit Urinproben

Der autoimmunologische Laborbereich dient zuvorderst der Abklärung rheumatologischer und autoimmuner Erkrankungen. Diese gehen häufig mit Nierenerkrankungen einher. Nephrologischer und autoimmunologischer Laborbereich arbeiten daher eng zusammen. Neben Analysen, die in den Automationsbereich (LAS) ausgelagert wurden, werden im autoimmunologischen Labor zahlreiche Proteine und Peptide nach Konzentration und funktioneller Aktivität bestimmt (z.B. Immunglobuline, C1-Esteraseinhibitor-Aktivität und –Kon­zen­tra­tion, β2-Mikro­glo­bu­lin, Chromogranin A, Desoxypyridinolin (DPD), Komplementfaktoren, Angiotensin converting enzyme (ACE), CCP, Zirkulierende Immunkomplexe, Erythropoietin, Parathormon).

Weiterhin werden Cytokine, z.B. IL-6, IL-2R, IL-1β, TNF-α, und eine Vielzahl Autoantikörper quantitativ nachgewiesen (AMA, ANCA, ANA, ASMA, anti-Cardiolipin-AK (IgG, IgM), anti-CNP-B-AK, Anti-DNS-AK, Anti-GBM-AK, ENA (U1-snRNP-AK), anti-Histon-AK, anti-Fibrilarin-AK, anti-Jo-1-AK, anti-Mi-2-AK, anti-MPO-AK, anti-Myositis-Antigen-Profil 3, Anti-Phospholipid-AK, anti-PM-Scl-AK, anti-PLA2R-AK, anti-Rib-P-AK, anti-Scl-70-AK, anti-SS-B/LA-AK u.v.m.).

Zum Einsatz kommen neben der Immunfluoreszenz-Mikroskopie verschiedenste ELISAs, Nephelometrie, Turbidimetrie, Immunoblots, Immunfixation und Immunelektrophorese.

Die medizinische Validation und ärztliche Befunderstellung werden von Akademikern des UMG-Labors und Ärzten der Klinik für Nephrologie-Rheumatologie (Prof. Dr. G. A. Müller) gemeinsam wahrgenommen.

Kontakt

Wissenschaftliche Assistentin

Ph.D. Ivana Markovic

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Bereichsleitende MTA

Frauke Schaper

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