Biobanking im UMG-Labor

Für die Qualität der Proben, die in der UMG-Biobank archiviert werden sollen, ist neben der Temperaturkontrolle die Kürze der Zeit von der Entnahme bis zum Einfrieren eine entscheidende Größe. Das UMG-Labor hat zusammen mit dem Biobank-Team ein Konzept entwickelt, in dem Liquids (flüssige Patientenmaterialien für die Biobank) parallel zu Proben der Patientenversorgung einfach und standardisiert prozessiert werden. Auf Station werden Biobankproben analog zu Proben der Patientenversorgung elektronisch angefordert und dokumentiert, mit den üblichen Transportsystemen (Rohrpost, Telelift, personalgebundener Transport) zum UMG-Labor verbracht und dort in den voll automatisierten Probenprozess eingeschleust. Nach der Zentrifugation fahren die Biobankproben zum angeschlossenen Aliquotierroboter (LHR, Liquid Handling Robot) und werden dort – ohne personelle Intervention – in Biobank-fähige Sekundärgefäße pipettiert.

Paletten mit Proben, die über ein automatisches Transportsystem in der UMG-Biobank eingelagert werden

Nach automatischem Kappenverschluss werden die Biobankgefäße in einem Rack bereitgestellt, das dann bei -153°C eingelagert werden kann. Unseres Wissens ist damit mit Hilfe eines LAS-integrierten Pipettierroboters erstmals weltweit eine vollautomatisierte, zeitkontrollierte Prozessierung bis zum Einfrieren der Biobankproben realisiert. Die vollständige Integration setzt sich auf elektronischer Ebene fort. Die 'Stammdaten' der Biobank-Aliquots und der zugehörigen Primärproben sind im Laborinformationssystem des UMG-Labors hinterlegt. Über Schnittstelle gehen diese Informationen an das Biobank-Probenverwaltungssystem StarLims. Manuelle Prozesse entfallen – von Ausnahmen abgesehen – komplett.

Kontakt

Studienkoordination

Jutta Engelmayer

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Wissenschaftlicher Assistent

Prof. Dr. Abdul R. Asif

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