Drug Monitoring

Detailaufnahme eines Analysegeräts

Neue, zunehmend individualisierte Behandlungskonzepte stellen die Labordiagnostik vor komplexe Herausforderungen. So gewinnt die Bestimmung von Medikamentenspiegeln in der klinischen Praxis immer mehr an Bedeutung. Neben hohem Kostendruck müssen Erwartungen hinsichtlich einer schnellen Rückführung der Messergebnisse erfüllt werden. Das chromatographisch-massenspektrometrische Speziallabor stellt hierzu aufwändige, hochleistungs­fähige Untersuchungsmethoden mittels UPLC sowie UV-, Fluoreszenz- und massenspektrometrischer Detektion bereit, die ständig erweitert und an den aktuellsten Stand der verfügbaren Technologien angepasst werden.

Für viele Medikamente sind sehr genaue, störungsfreie Spiegelbestimmungen möglich, die das gewünschte Ergebnis teilweise in weniger als einer Stunde zur Verfügung stellen. Darüber hinaus ermöglicht die Erfassung von Metaboliten der Medikamente eine erweiterte Interpretation der klinischen Situation des Patienten.

Anwendungsgebiete

Konzentrationsbestimmungen von mehreren hundert Medikamenten und Metaboliten werden vorgehalten, teilweise als automatisierte Immunoassays, der überwiegende Teil jedoch als hochwertige Spezialanalytik. Der Bedarf an exakten Spiegelbestimmungen nimmt weiter zu, um im Sinne der personalisierten Medizin die optimale, gezielte Versorgung der Patienten sicherzustellen. Die spiegeladaptierte Antibiotikatherapie bei fieberhaften, kritisch kranken Patienten stellt ein entscheidend wichtiges Beispiel dar und wird nicht nur bei uns, sondern auch international in Krankenhäusern der Maximalversorgung gefordert und zunehmend praktiziert.

Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter betrachten die Ergebnisse eines Drug Monitoring auf dem PCbnisse

Neben Antibiotika spielen Antikonvulsiva, Psychopharmaka und Immunsuppressiva eine zahlenmäßig dominierende Rolle. Auch die Konzentrationsbestimmung antineoplastischer Substanzen (6-TGN, MTx, 5-FU) findet zunehmend Eingang in die Therapiesteuerung. Ein neu sich entwickelndes Feld ist die qualitätssichernde Überprüfung hausintern produzierter Medikamente (z.B. 8-MOP, diagnostische Peptide).

Das TDM-Spektrum unterliegt einer raschen Weiterentwicklung. Wenn Sie einen bisher nicht angebotenen speziellen Marker wünschen, nehmen sie bitte mit unserem Clinical Trials Office auf.

Kontakt

Speziallabor UMG

Telefon: 0551 39 14353

E-Mail: lcms(at)med.uni-goettingen.de

Wissenschaftlicher Assistent

Dr. Frank Streit

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